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Der Vorstand von miray-Mada bildet sich weiter

Wer schon einmal Projekte durchgeführt hat, weiss, dass die (Beg-)Leitung von Projekten anspruchsvoll sein kann. Dessen sind sich auch die Verantwortlichen von miray-Mada bewusst, weshalb sich sich im Bereich des Projektmanagement weitergebildet haben. Im mehrtätigen Kurs ging es um unter anderem um Analyse, Durchführung und Controlling, immer mit dem Ziel, dass die Projekte zielgerichtet sind, korrekt durchgeführt werden und einen Mehrwert bieten.

Der Vorstand während der Weiterbildung.
Ein Teil des Vorstandes von miray-Mada. Zweiter von links ist P. Richard, der Präsident. Rechts neben ist P. Séraphin, Verantwortlicher der Unterorganisation miray-Morombé zu sehen und als Dritter von links P. Jérémie, Verantwortlicher von miray-MSF.

GV miray-Suisse

Am 27. März 2026 traf sich der Verein von miray-Suisse zur alljährlichen Generalversammlung. Themen waren unter anderem die laufenden Projekte in Madagaskar wie auch ein geplanter Besuch in Madagaskar und die Zukunft des Vereins.

P. Roman Zwick berichtet an der GV unter anderem von seiner regen Korrespondenz mit den Verantwortlichen in Madagaskar.

Einmal mehr durften die Mitglieder zur Kenntnis nehmen, dass die Partnerorganisation auch im vergangenen Jahr wertvolle Arbeit geleistet hatte. So entwickelt sich die landwirtschaftliche Schule in Milomboke erfreulich. Ende März durfte der erste Jahrgang, der eine Intensivweiterbildung genossen hatte, ihr Diplom in Empfang nehmen, wie auch auf der Facebook-Seite ersichtlich ist. In Zukunft ist ein Ausbildungsgang geplant, bei dem die Jugendlichen einen Teil der Ausbildung vor Ort absolvieren und dann für mehrere Wochen in ein Praktikum wechseln. Zudem soll in die Verarbeitung von Erdnüssen investiert werden, um lokale Wertschöpfung zu generieren.

Vor allem junge Erwachsene erhalten im CFAN theoretisches wie auch praxisorientiertes Wissen in vielen landwirtschaftlichen Bereichen.

Nebst der Unterstützung konkreter Projekte fliesst jedes Jahr eine beträchtliche Summe an die Provinz MSF in Madagaskar wie auch an die Diözses Morombé. Damit leistet miray-Suisse nach wie vor einen Beitrag beispielsweise zur Ausbildung von Priestern wie auch zum Betrieb der Provinz und der Diözese, wozu auch die Finanzierung von Schulen gehört.

Besuch in Madagaskar im Herbst 2026

Für den Herbst 2026 ist die Reise einer Zweier-Delegation von miray-Suisse nach Madagaskar geplant. Präsident P. Roman Zwick und Markus Egli werden sich mit den Verantwortlichen vor Ort treffen und die Zukunft des Vereins besprechen wie auch verschiedene Projekte von miray-Mada besichtigen.

Die Zukunft des Vereins

Aufgrund der aktuellen Finanzlage des Vereins und der Entwicklung des Spendeneingangs ist mit einem Auslaufen der Überweisung von Geldern nach Madagaskar im Jahr 2032 zu rechnen. Das wird für die Verantwortlichen in Madagaskar eine Herausforderung darstellen, weshalb dieses Thema beim Besuch immer wieder angesprochen werden muss.

Der Vorstand, bestehend aus Präsident P. Roman Zwick, Geschäftsführer Anton Schwingruber, Kassier Othmar Egger sowie Monika Troxler und Markus Egli wurden für eine weitere Amtsdauer wiedergewählt.

„Merci beaucoup!“

Mindestens zweimal pro Jahr warten wir gespannt auf die Rapporte aus Madagaskar. Darin spiegeln sich zum einen die vielfältigen Projekt wider, die in Madagaskar verwirklicht werden. Andererseits verschweigen die Verantwortlichen aber auch nicht die Schwierigkeiten, die es gibt. Zum Beispiel, wenn Solaranlagen, die installiert werden, die nicht so funktionieren, wie sie sollten oder Brunnenbauten aus verschiedenen Gründen nicht vorankommen (mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt). Es ist genau diese Ehrlichkeit der Verantwortlichen, die überzeugt.

Übersicht

Alles in allem sind die Projekte aber viel versprechend. Und sie setzen auf verschiedenen Ebenen an, wie die folgende Übersicht zeigt:

Ob alle Projekte nachhaltig sind, wird sich weisen müssen. Aber zum einen investieren die Verantwortlichen von Miray-Mada auch einige Ressourcen in die eigene Aus- und Weiterbildung im Bereich des Projektmanagement. Und zum anderen zeigen viele Projekte einen langfristigen Horizont: Wer in die Resozialisierung- und Alphabetisierung von Strafgefangenen investiert, wer zwei landwirtschaftliche Schulen auf- und ausbaut, wer in eine Reisbank investiert oder auf vielfältige Art und Weise in die Bildung, der denkt und handelt langfristig.

Ein Dankeschön aus Madagaskar

Alle diese Aktivitäten sind nur möglich dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern, das sind sich die Verantwortlichen in Madagaskar bewusst. Sie schicken uns ein „Dankeschön“ von denjenigen, die direkt von den Spenden profitieren, nämlich von einer Schulklasse im abgelegenen Ambohimandroso südlich von Ambalavao, wo es dank einer Solaranlage nicht nur Licht gibt, sondern sogar Lehrfilme abgespielt werden können. Wir schliessen uns dem Dank der Kinder an: „Merci beaucoup!“

Die landwirtschaftliche Schule in Milomboke

Das „Centre de Formation Agricole Nazareth“ (CFAN) in Milomboke gehört zu den grösseren Projekten, die von Miray Mada in den letzten zwei Jahren angestossen und verwirklicht wurde. Zuständig für das Projekt ist P. Séraphin von der Unterorganisation Miray Morombé.

„Terre, Paix, Expérance“. Boden, Friede und Hoffnung (auf eine bessere Zukunft). So lautet der offizielle Wahlspruch der CFAN. Seit die Idee 2020 geboren und in den Folgejahren verwirklicht wurde, entwickelt sich der 24ha grosse Betrieb zu einem Zentrum für Landwirtschaft in der ländlichen Region im Südwesten Madagaskars.

Das Ziel der Schule ist einfach: Jungen Landwirten und Landwirtinnen Fähigkeiten und Werkzeuge vermitteln, mit denen sie eine widerstandsfähige, wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft aufbauen können. Dieses Ziel ist vor dem lokalen geographischen wie sozioökonomischen Hintergrund zu sehen:

Durch die weit verbreitete Armut im ländlichen Raum sind die Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen eingeschränkt; die Eltern können das Schulgeld schlicht und einfach nicht bezahlen. Kommt hinzu, dass sich Bildungseinrichtungen vor allem in Zentren konzentrieren und für die jungen Menschen aus der Region kaum erreichbar sind. Zudem fokussiert die übliche Ausbildung gemäss den Verantwortlichen nicht auf die landwirtschaftliche und viehwirtschaftliche Realität der Region. Und genau da setzt das CFAN an.

Die Jugendlichen sollen neue Techniken lernen, sie anwenden und ihre Produkte dann mindestens zum Teil auf Märkten oder an Genossenschaften verkaufen können. Dies alles soll nachhaltig geschehen, weshalb dem Thema von Buschfeuern oder der Wiederaufforstung grossen Wert beigemessen wird.

120 Jugendliche sollen im Jahr 2026 ausgebildet werden. Angebaut werden aktuell z.B. Maniok, Erdnüsse, Papayas, Zwiebeln, Reis, Mais oder auch Pfeffer. Dazu kommt die Haltung von Nutztieren wie Schweinen, Enten, Hasen oder Hühnern. Ziel ist, dass sich das Zentrum möglichst rasch zu einem grossen Teil durch den Anbau von Marktfrüchten selber finanzieren kann.

Aktuell sind aber Investitionen in die Infrastruktur gefragt. Es geht um weitere Gebäude wie auch um Solaranlagen oder die Wasserversorgung. Bereits angeschafft wurde ein 50PS starker Traktor, der bereits in Betrieb ist. Man darf gespannt sein, wo das Projekt in fünf Jahren stehen wird.

Links:

13. Generalversammlung 2025 von Miray Schweiz

An der Generalversammlung im Rest. Emme in Werthenstein legte der Vorstand Rechenschaft über seine Tätigkeiten im Jahr 2024 ab. Es ergaben sich verschiedene Treffen, u.a. mit dem neuen Bischof von Morombé, der Ingenbohl besucht hatte.

Weiter hielt Geschäftsführer Anton Schwingruber fest, dass der Vorstand dank der Minimierung des administrativen Aufwandes das Ziel erreicht hat, dass nahezu 100% der Spendengelder nach Madagaskar fliessen.

Präsident P. Roman Zwick informierte die Anwesenden über die Organisationsstruktur der Partnerorganisation Miray-Mada, die bekanntlich aus einem Vorstand und zwei Unterorganisationen besteht, eine für die Diözese Morombé und eine für die Provinz MSF. Insgesamt sind und waren 18 Projekte entweder erledigt oder angestossen worden.

Ein Thema, das sowohl Miray Schweiz wie auch Miray Mada beschäftigt, ist das voraussichtliche Auslaufen der Unterstützung im Jahr 2031. Dies wird Miray-Mada vor Herausforderungen stellen, die bereits beim Besuch des Präsidenten P. Richard im Januar 2024 in Werthenstein angesprochen wurden.

Für das Jahr 2026 ist eine Reise eines Teils des Vorstandes nach Madagaskar geplant. Das Thema der auslaufenden Hilfe wie auch die Wertschätzung für die in Madagaskar geleistete Arbeit werden dabei im Vordergrund stehen.

Generalversammlung von MIRAY-Mada

Die Generalversammlung von MIRAY-Mada im Ende Januar 2025 definierte die Organisationsstruktur und legte grundlegende Kriterien für die Wahl von und den Umgang mit Projekten fest. Und es wurde Rechenschaft abgelegt über die durchgeführten Projekte.

Die Generalversammlung von MIRAY-Mada tagte vom 28. Januar bis zum 1. Februar 2025. Einmal mehr zeigte sich, dass die Partnerorganisation gut aufgestellt ist und sich wichtige Gedanken macht.

Organisationsstruktur

Die Organisation von MIRAY-Mada wird vom Präsidenten geleitet. Zwei Unterorganisationen, eine für die Provinz MSF zuständig, eine für die Diözese Morombé, ermöglichen es, nahe bei der Bevölkerung zu sein:

MIRAY-Mada (übergeordnet):
Präsident: P. Randrianasolo Fulgence Néri
Sekretariat: Frau Andrisoanirina Tamina
Adresse: ASSOCIATION MIRAY MADAGASIKARA / B.P 1045 Sanfily 601 TOLIARA / Email: miraymadafov@gmail.com

MIRAY-MSF
Pater RAVAOAVY SAMIANAGNADAZA David, Delegierter Miray Msf
Pater RALAINIRINA Jean Chrysostome, Assistent
Pater RAMAROLAHY Gilbertonio Angelerie, Assistent
P. RABERAVO Marie Michel Jérémie, Assistent

MIRAY Morombé
Pater TSIMAVO Séraphin, Delegierter Miray Morombe
Pater RAMANANDRAIBE Théodore Raphael, Assistent
Schwester RAZAFINJATO Sandra, Assistentin

Projekte: Zielsetzungen und Vorgehensweise

„Das Projekt muss von der Basis kommen“, heisst es unter anderem im Protokoll der GV. Damit wird die Vorgehensweise bei der Projektauswahl festgelegt. Die Idee kommt von der Region und werden nach einer ersten Prüfung dem Delegierten der MSF (P. David) oder der Diözese (P. Séraphin) vorgelegt. Dabei wurde an der GV auch klar betont, dass man auch den Mut haben müsse, „Nein“ zu Projekten zu sagen. Weiter wurde auch beschlossen, dass der Dokumentation (auch mittels Fotos) stärkeres Gewicht beigemessen werden solle, genau so wie der Überwachung bei der Projektausführung.

25 Projekte im Jahr 2024 gestartet

Insgesamt wurden im Jahr 2024 25 Projekte gestartet, wenn auch nicht alle realisiert werden konnten. Hintergrund bei gestoppten Projekten ist z.B. dass Lieferanten und Techniker gewechselt oder dass sich Projektosten plötzlich geändert haben. Oder es kann auch sein, dass man schlicht und einfach auf die Lieferung von Materialien wartet.

10 Projekte wurden realisiert, sieben befinden sich erst in der Anfangsphase oder wurden zeitweise gestoppt. Als Gründe für den zeitweiligen Stopp wurde z.B. genannt, dass Lieferanten und Techniker gewechselt oder dass sich die Projektkosten geändert hätten – oder dass man schlicht und einfach auf die Lieferung von Materialien wartet.

Realisiert wurden folgende Projekte:

  • Bau eines Wasserturms in Milomboke Antanimieva (Wasserversorgung, Abwasserentsorgung)
  • Erwerb von landwirtschaftlichen Geräten, die den lokalen Landwirten zur Verfügung gestellt werden können.
  • Installation einer Solartauchpumpe zur Sicherung der Wasserversorgung.
  • Bau zweier Brunnen an zwei verschiedenen Standorten, ebenfalls zur Sicherung der Wasserversorgung.
  • Bau sanitärer Installationen
  • Bau zweier Solaranlagen, einmal am Missionsinstitut, einmal an einer Schule
  • Einrichtung eines Computerraums im Zentrum Bérthier in Tuléar, um Computerkurse inkl. Zertifikate anbieten zu können.
  • Bau einer Fussgängerbrücke im Bezirk Ambalavao
  • Soforthilfe nach einem Brand in Tuléar
  • Fischzuchtprojekt in Bezezika
  • Projekt zur Stärkung der Lehrerbildung
  • Aufbau einer Verpflegungsstation für Schüler in Tuléar
  • Aufbau einer Lebensmittelverarbeitung in Antanimieva zur Verbesserung der Wertschöpfung
  • Bau von Sanitäranlagen in Antanimieva

Abschied von P. Ignaz und P. Bernhard

Nur kurze Zeit nach dem Umzug der Missionare nach Ingenbohl mussten sie und müssen wir Abschied nehmen von zwei Patres. P. Bernhard Gichtig starb am 21. Februar 2025 im Alter von 79 Jahren und P. Ignaz Gämperle am 8. März 2025 im Alter von 91 Jahren.

P. Bernhard Gischig

P. Bernhard Gischig MSF, 24.06.1945 – 21.02.2025

Seine Kindheit und Primarschulzeit verbrachte er in seinem Heimatdorf Baltschieder VS. Nach seiner Gymnasialzeit (Matura 1963) im Christ-König-Kolleg Nuolen SZ studierte er 2 Jahre Philosophie an der Universität Fribourg. Dann trat er im November 1965 bei den Missionaren von der Hl. Familie ins Noviziat ein.

Nach der ersten Profess im November 1966 begann Bernhard Gichtig an der Universität Fribourg das Studium der Theologie und schloss es im Juli 1970 mit dem Lizentiat ab. Am 27. Juli 1971 empfing er in Ebikon LU von Bischof Anton Hänggi die Priesterweihe. Nach dem Theologiestudium begann er an der naturwissenschaftlichen Fakultät in Fribourg das Studium im Hauptfach Biologie, das er im Oktober 1975 mit dem Diplom abschloss. Anschliessend war er als Lehrer in den Fächern Physik, Chemie und Biologie am Christ-König-Kolleg Nuolen tätig und nach dem Übergang des Kollegiums an den Kanton Schwyz im Jahre 1997 weiterhin als Hauptlehrer an der Kantonsschule Ausserschwyz bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2009.

Nach der Pensionierung wirkte P. Bernhard weiter als Aushilfe in verschiedenen Pfarreien der Umgebung und als Ökonom und Sekretär der Schweizer Provinz der MSF. Im September 2024 erlebte er wie seine 10 Mitbrüder den Umzug von Nuolen ins Kloster Ingenbohl und fühlte sich hier gut aufgehoben. 

P. Ignaz Gämperle

P. Ignaz Gämperle MSF, 24.06.1933 – 08.03.2025

Ignaz Gämperle wurde am 24. Juni 1933 in Zuzwil SG geboren. Nach den obligatorischen Schulen trat er 1946 in das Missionsgymnasium Nuolen ein und absolvierte 1953 die Matura. Am 20. November 1953 begann er sein Noviziat, das Probejahr für das Leben in der missionarischen Gemeinschaft, und trat 1954 in die Kongregation der Missionare von der Hl. Familie ein. Er studierte Philosophie und Theologie im Missionsseminar Werthenstein und empfing 1959 die Priesterweihe.

Von 1961 bis 1962 bereitete sich P. Ignaz in Paris auf seinen Einsatz in Madagaskar vor. Nach seiner Ankunft auf der Insel diente er in Manja und wurde später zum Direktor ernannt. 1973 verliess er Madagaskar aus gesundheitlichen Gründen und bereitete sich in Madrid auf einen neuen Einsatz in Chile vor. Dort arbeitete er bei den Mapuche Indios und sammelte wertvolle Erfahrungen.

1985 kehrte Ignaz nach Werthenstein zurück, wo er verschiedene seelsorgerische Aufgaben übernahm. 

Ab Januar 1994 leitete er für 4 Jahre die Pfarrei in Werthenstein. Danach wechselte er 1998 als Spiritual zu den Schwestern ins Kloster Tübach SG und 2004 begann er als Seelsorger im Alterszentrum Rubiswil in Ibach SZ. 

Mit seinen Mitbrüdern zog er 2016 ins Kollegium Nuolen und von dort im September 2024 ins Kloster Ingenbohl. 

Aufforstungsprojekte als Antwort auf Dürren

Aktuell gibt es Berichte von Regenfällen in der Gegend von Tuléar und Morombé – ein Segen für die Region. Nichtsdestotrotz bleibt das Thema des Wassermangels vorherrschend. Noch anfangs Januar berichtete P. Richard, Präsident von miray-mada, vom Problem. In seinem Brief, der hier in Auszügen wiedergegeben wird, beschreibt er nicht nur das Problem, die Verantwortlichkeiten und beklagt die fehlende Reaktion der Regierung, sondern nennt auch konkrete Lösungsansätze, die von miray-mada bereits umgesetzt oder geplant sind.

Zu Beginn des Jahres 2025 möchten wir Ihnen, liebe Mitarbeiter und Freunde von Miray, unsere besten Wünsche aussprechen, möge uns dieses neue Jahr immer Freude, Wohlstand und Mut bringen, damit wir unsere jeweiligen Werke und Missionen erfüllen können. 

Hier auf Madagaskar beschweren sich alle über die Dürre, Regen wird für einige Regionen zu einem seltenen Objekt. Es stimmt, dass jeder verantwortlich ist.  Der missbräuchlichen Ausbeutung von Ackerland durch Buschbrände, die nicht neu ist, schenken wir zu wenig Beachtung. Diese Situation, die während der Dürreperiode über ganz Madagaskar verstreut ist, erstreckt sich auch auf Naturschutzgebiete, in denen endemische Fauna und Vegetation in Flammen aufgehen.

Bisher erwarten wir von der Regierung keine restriktive Reaktion, weder eine strikte Maßnahme, um diese schlechten Gewohnheiten zu stoppen, noch eine wirksame Initiative für eine grüne Ökologie durch Wiederaufforstung. Sie forsten nur wieder auf, um im Fernsehen gesehen zu werden.

In der Diözese Morondava ermutigt der Bischof alle Missionare und Laien, die Wiederaufforstung zu fördern. Die Diözese verfügt über ein großes Aufzuchtfeld. Baumschulen können kostenlos mitgenommen werden, so viel man benötigt und je nach den verfügbaren Anbauflächen. Wir unsererseits werden uns dafür einsetzen, dass die gepflanzten Bäume wachsen und wachsen.

In der Schule bringen wir den Schülern bei, wie man pflanzt und wie man die Plantage schützt. Auch wenn es ein hohes Maß an Mobilisierung erfordert, sind wir zuversichtlich, dass kleine effektive Anstrengungen durch große Waldbäume belohnt werden. Wir haben bereits zwei miteinander verknüpfte Projekte zur Pflanzung von Bäumen rund um die Schule ausgearbeitet. Die anderen Projekte werden noch vorgestellt. (…)

Frohes neues Jahr an alle Kolleginnen und Kollegen! 

P. Richard

GV von miray-malgache

An der Generalversammlung von miray-malgache wurden verschiedene Gedanken diskutiert. Sie zeigen auf, dass die Partnerorganisation auf gutem Weg ist, sich stetig weiterentwickelt und vor allem auch professionalisiert.

Der Vorstand von miray-mada, u.a. mit dem Präsidenten P. Richard (gelbes Hemd mit Kreuz) und dem Verantwortlichen von miray in der Diözese Morombé rechts aussen).

Ein paar Beispiele dazu:

  • Am grundlegenden Ziel wird festgehalten: Die Armen sollen an der eigenen Entwicklung teilhaben, was auch bedeutet, dass sie nach ihren Möglichkeiten mithelfen.
  • Längerfristig ist es ein Ziel, die soziale Bildung in die Ausbildung der Priester zu integrieren.
  • Für die Nothilfe (z.B. nach Bränden, Zyklonen usw.) soll ein eigener Budgetposten reserviert werden.
  • Im Schulungszentrum Andabizy soll vermehrt auf die pädagogische Ausbildung der Lehrer geachtet werden.
  • Die Ausbildung von Projekttechnikern wird als zentral erachtet.
  • Bei der Projektabwicklung wurden Probleme erkannt, die nun angegangen werden. Eine der Herausforderungen liegt in der Koordination der verschiedenen Akteure bei einem Projekt (lokale Bevölkerung, Projektverantwortliche, andere Gruppen, die vom Projekt profitieren). Die Zusammenarbeit verlaufe nicht immer reibungslos, wurde konstatiert, und als Gegenmassnahme beschlossen, dass ein Verantwortlicher von miray immer vor Ort sein und das Geschehen auch dokumentieren soll.
  • Die oben aufscheinende umsichtige Herangehensweise zeigt sich auch bei einem anderen Projekt, der Installation von Photovoltaik-Anlagen. Hier soll nicht überstürzt gehandelt werden, sondern es ist das Ziel, zunächst Erfahrungen über Materialien, Kauf, Installation und Betrieb einzuholen.