Das „Centre de Formation Agricole Nazareth“ (CFAN) in Milomboke gehört zu den grösseren Projekten, die von Miray Mada in den letzten zwei Jahren angestossen und verwirklicht wurde. Zuständig für das Projekt ist P. Séraphin von der Unterorganisation Miray Morombé.
„Terre, Paix, Expérance“. Boden, Friede und Hoffnung (auf eine bessere Zukunft). So lautet der offizielle Wahlspruch der CFAN. Seit die Idee 2020 geboren und in den Folgejahren verwirklicht wurde, entwickelt sich der 24ha grosse Betrieb zu einem Zentrum für Landwirtschaft in der ländlichen Region im Südwesten Madagaskars.

Das Ziel der Schule ist einfach: Jungen Landwirten und Landwirtinnen Fähigkeiten und Werkzeuge vermitteln, mit denen sie eine widerstandsfähige, wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft aufbauen können. Dieses Ziel ist vor dem lokalen geographischen wie sozioökonomischen Hintergrund zu sehen:
Durch die weit verbreitete Armut im ländlichen Raum sind die Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen eingeschränkt; die Eltern können das Schulgeld schlicht und einfach nicht bezahlen. Kommt hinzu, dass sich Bildungseinrichtungen vor allem in Zentren konzentrieren und für die jungen Menschen aus der Region kaum erreichbar sind. Zudem fokussiert die übliche Ausbildung gemäss den Verantwortlichen nicht auf die landwirtschaftliche und viehwirtschaftliche Realität der Region. Und genau da setzt das CFAN an.

Die Jugendlichen sollen neue Techniken lernen, sie anwenden und ihre Produkte dann mindestens zum Teil auf Märkten oder an Genossenschaften verkaufen können. Dies alles soll nachhaltig geschehen, weshalb dem Thema von Buschfeuern oder der Wiederaufforstung grossen Wert beigemessen wird.

120 Jugendliche sollen im Jahr 2026 ausgebildet werden. Angebaut werden aktuell z.B. Maniok, Erdnüsse, Papayas, Zwiebeln, Reis, Mais oder auch Pfeffer. Dazu kommt die Haltung von Nutztieren wie Schweinen, Enten, Hasen oder Hühnern. Ziel ist, dass sich das Zentrum möglichst rasch zu einem grossen Teil durch den Anbau von Marktfrüchten selber finanzieren kann.
Aktuell sind aber Investitionen in die Infrastruktur gefragt. Es geht um weitere Gebäude wie auch um Solaranlagen oder die Wasserversorgung. Bereits angeschafft wurde ein 50PS starker Traktor, der bereits in Betrieb ist. Man darf gespannt sein, wo das Projekt in fünf Jahren stehen wird.
Links:
- Facebook-Seite des CFAN
- Bericht des Besuchs des Buttisholzer Vereins „Landwirtschafts- und Jugendförderung“