Madagaskar ist geprägt von der Landwirtschaft, und er hauptsächlich Subsistenzwirtschaft mit Reis, Mais und Manko betrieben wird. Über 70% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft.
Wichtigstes landwirtschaftliches Exportgut ist bekanntermassen die Vanille, dessen Preis in den letzten zwei Jahrzehnten aber schon fast explodiert ist (von rund 20 Dollar für das Kilogramm im Jahr 2012 auf 500 bis 600 Dollar im Jahr 2021). Daneben spielen auch Garnelen eine wesentliche Rolle.
Wie bei vielen Entwicklungsländern besteht auch in Madagaskar eine negative Handelsbilanz; es wird also mehr eingeführt (vor allem verarbeitete Produkte) als ausgeführt (vor allem Rohstoffe, womit die Wertschöpfung im Ausland und nicht in Madagaskar selber stattfindet). Haupthandelspartner für den Export waren Frankreich und die Vereinigten Staaten, währenddem – wenig erstaunlich – die meisten Importe aus China stammten.
Madagaskar ist rohstoffreich: Rosenholz, Gold, Edelsteine, Titan, Nickel und Kobalt oder auch Grafit gehören zu den begehrten Rohstoffen, die in der Vergangenheit aber ohne Nutzen für die breite Bevölkerung von einer kleinen Schicht oder von ausländischen Investoren ausgebeutet wurden.
Zunehmend wichtig wurde seit der Jahrtausendwende der Tourismus. Der dramatische Einbruch während der Corona-Pandemie wurde inzwischen wieder aufgeholt und es wird in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Zunahme gerechnet.
Quellen:
Auswärtiges Amt Deutschland: Reisehinweise zu Madagaskar
Statistisches Bundesamt: Artikel zu Madagaskar
https://www.statista.com/outlook/mmo/travel-tourism/madagascar#revenue